VINCENT WIKSTRÖM

STUDIO 3000 – SCHAUFENSTER JUNGE KUNST

03.12.-04.03.2018

Ausstellungsansicht, Vincent Wikström, Studio 3000, 2017, Interaktive Soundinstallation, Maße variabel, Foto: Henning Krause

Im SCHAUFENSTER JUNGE KUNST präsentiert der Klang-Künstler Vincent Wikström die Soundinstallation „Studio 3000“. Der im Zentrum des Studios angebrachte Punchingball wird durch den Schlag des Besuchers aktiviert und lässt durch diese Handlung einen Sound entstehen. Bei den zu vernehmenden Klängen handelt es sich um funktionale Musik, die je nach vorprogrammierter Situation eine andere Klangwelt entstehen lassen. In dieser erweiterten, spielerischen Dimension wird der Besucher durch seinen eigenen Körpereinsatz zum Retter der Welt, in dem er mittel der Schläge beispielsweise Angela Merkel vor einem sie verfolgenden Bienenschwarm rettet.

Vincent Wikström (*1987 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Stuttgart) studierte Musikinformatik und Komposition bei Markus Hechtle und Wolfgang Rihm an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Das primäre Medium seiner Arbeiten ist Klang. Mit Klang versucht er, Gegenstände und Situationen sinnlich zu beschreiben oder umzudeuten.

Ein besonderes Interesse gilt der Simulation, der Illusion und eventuell der Simulation von Illusion. Obwohl er sich in einer Vorstellungsrunde als Komponist bezeichnet, hegt er keine besondere Faszination für Klänge an sich. Eher verfolgt er außermusikalische Ideen, erfindet kuriose Musikmechanismen und beleuchtet musikalische Konventionen. Trotz des konzeptuellen Einschlags seiner Arbeiten befriedigen ihn sinnliche Erlebnisse am meisten.

Wikström erhielt mehrere Preise und Stipendien, darunter das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2014 und den Yamaha Music Award 2011. Neben der Kunst konzipiert er Klanginstallationen für Unternehmen und lehrt im Bereich Musikdesign an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.

Mit freundlicher Unterstützung der Helmut Fischer Stiftung.