UTOPIEN IN DER STADTGESELLSCHAFT – Identität und Geschichte

Gruppenausstellung zur Biennale Sindelfingen

15.07.-08.09.2019

Ana Navas, Traumfänger (Detail) 2017. Foto: Benjamin Knoblauch

BIENNALE SINDELFINGEN

Die Galerie Stadt Sindelfingen beteiligt sich 2019 an der Biennale Sindelfingen (www.biennale-sindelfingen.de) im Bereich Bildende Kunst. Es wird eine Gruppenausstellung entstehen, die unter dem diesjährigen Biennale-Motto „Alte Stadt sucht neue Formen“ steht und den Titel „Utopien in der Stadtgesellschaft – Identität und Geschichte“ trägt. Hierzu sind Künstler*innen von und aus Sindelfingen eingeladen, einen künstlerischen Beitrag einzureichen. Aus den jurierten Bewerbungen wird eine Gruppenausstellung in der Galerie präsentiert.

 

Utopien in der Stadtgesellschaft – Identität und Geschichte

Die Stadtgeschichte Sindelfingens ist von manchen goldenen Zeiten aber auch von historischen Tiefpunkten geprägt. Das blühende Chorherrenstift um die Martinskirche verlieh Sindelfingen im Spätmittelalter überregionale Bedeutung, seine Verlegung nach Tübingen im Jahr 1478 bedeutete einen herben Verlust. Die Bauernkriegsschlacht am Goldberg 1525 und zahlreiche Hexenprozesse in den Jahren um 1600 kosteten zahlreiche Menschenleben. Während des Dreißigjährigen Krieges schrumpfte die Bevölkerung auf ein Drittel zusammen und die Stadt lag buchstäblich in Trümmern. Im 18. und 19. Jahrhundert etablierte sich Sindelfingen als Zentrum der Handweberei in Württemberg. Anfang des 20. Jahrhunderts siedelte sich dann das Mercedes-Benz Werk an und verhalf der Stadt zu einem neuen und ungewohnten Reichtum. Der finanzielle Spielraum führte zu Veränderungen im Stadtbild aber auch in der gesellschaftlichen Struktur. Aus der Kleinstadt wurde ein Industriestandort mit einer internationalen Einwohnerschaft, der mit einer enormen finanziellen Freiheit ausgestattet ist, aber auch die Risiken der weitgehenden Monostruktur erlebt.

Die Ausstellung „Utopien in der Stadtgesellschaft – Identität und Geschichte“ stellt lokalspezifische Fragen: Wie kann sich Geschichte auf das Jetzt und die Zukunft auswirken? Wie wollen wir das Miteinander in unserer Stadt leben, wie gehen wir mit Migration, einer immer älter werdenden Gesellschaft und der industriellen Umwälzung um? Wo sind Potentiale für humanistisch geprägte Utopien? In einem ästhetisch zusammengeführten Konzept entsteht so eine Ausstellung, die sich mit dem Selbstbildnis Sindelfingens auseinandersetzt und Zukunftsvisionen aufzeigt. Es geht um Wunschprojektionen, die sich sowohl auf lokal spezifische Themen, als auch auf globale Fragestellungen beziehen können.

BEWERBUNGSFRIST

bis einschließlich Sonntag, 31.03.2019,
digital per E-Mail an: galerie@sindelfingen.de

Bekanntgabe der Gewinner: bis zum 10.05.2019

Weitere Infos zur Ausschreibung und den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.