Utopien in der Stadtgesellschaft – Identität und Geschichte

Adam Cmiel, Melanie Dorfer, Sabina Hunger, Jov T. Keisar, Karolina Kos, Björn Kühn, Anna Romanenko, Felix Sommer, Tzusoo, Verlag für Handbücher vertreten durch Oliver Kraft

15.07.19-08.09.19

Melanie Dorfer: Apis, 2011. Foto: Melanie Dorfer

Im Rahmen der Biennale Sindelfingen 

Die Galerie Stadt Sindelfingen beteiligt sich 2019 an der Biennale Sindelfingen (www.biennale-sindelfingen.de) im Bereich Bildende Kunst. Die Gruppenausstellung steht unter dem diesjährigen Biennale-Motto „Alte Stadt sucht neue Formen“ und trägt den Titel „Utopien in der Stadtgesellschaft – Identität und Geschichte“.

Die Ausstellung stellt lokalspezifische Fragen: Wie kann sich Geschichte auf das Jetzt und die Zukunft auswirken? Wie wollen wir das Miteinander in unserer Stadt leben, wie gehen wir mit Migration, einer immer älter werdenden Gesellschaft und der industriellen Umwälzung um? Wo sind Potentiale für humanistisch geprägte Utopien? Acht Positionen verfolgen konzeptuelle Ansätze und eröffnen so einen breiten Blick auf Sindelfingens Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jov T. Keisar stützt seinen Beitrag auf eine Petition von 1832, mit der eine Mehrheit der Menschen in Sindelfingen ihren Protest gegen den Württembergischen König kundtat. Um ein gesellschaftspolitisches Thema geht es ebenfalls bei Sabina Hunger. In ihrer Wortcollage nimmt sie den Begriff „Verantwortung“ in den Fokus und setzt ihn in den Kontext zu Fragen der Stadtentwicklung. Karolina Kos thematisiert in ihrer interaktiven Installation das interkulturelle Zusammenleben und lässt dafür verschiedene Sprachen aufeinandertreffen, wobei irreführende Wortbedeutungen entstehen und sich auch enträtseln lassen. Das Werk von Adam Cmiel basiert auf Recherchen zur Sindelfinger Architektur- und Stadtgeschichte, deren Ergebnisse er mit Hilfe von Fundstücken und kleineren Objekten in eine Installation überträgt. Der Sindelfinger Künstler Felix Sommer lässt seine Zeichnungen und Plastiken miteinander in Beziehung treten. Seine Position setzt sich mit  dem Thema Verwurzelung und der Verbundenheit zu einem Ort auseinander. Auch in der auf einer Virtual-Reality Simulation basierenden Arbeit der gebürtigen Südkoreanerin Tzusoo geht es um Identität. Sie hat Teile der Galerie als digitales Modell nachgebaut und die Besucher*innen können mit einer 3-D Brille durch die Ausstellungsräume wandern und sich mit den Galerieaufsichten austauschen. Das Foyer der Galerie wird durch die Künstler*innengruppe Verlag für Handbücher bespielt. In ihrem partizipativen Projekt laden sie die Sindelfinger*innen ein, Gebrauchsanweisungen und Handbücher in einer Bibliothek zusammenzutragen, um dann auf der Grundlage dieses Konvoluts eine Performance zu entwickeln die das Verhältnis von Materialität und Immaterialität zum Thema hat.

 

Die Künstlerinnen & Künstler

Adam Cmiel (*1982 in Ludwigshafen, lebt und arbeitet in Nürnberg)
Melanie Dorfer (*1986 in Sindelfingen, lebt und arbeitet in Wien)
Sabina Hunger (*1958 in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Sindelfingen)
Jov T. Keisar (*1982 in Schwäbisch Gmünd, lebt und arbeitet in Ehningen)
Karolina Kos (*1973 in Böblingen, lebt und arbeitet in Sindelfingen)
Björn Kühn (*1987 in Ludwigshafen, lebt und arbeitet in Stuttgart und Barcelona)
Anna Romanenko (*1983 in Moskau, lebt und arbeitet in Stuttgart)
Felix Sommer (*1952 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Sindelfingen)
Tzusoo (*1992 in Seoul, lebt und arbeitet in Stuttgart)
Verlag für Handbücher vertreten durch Oliver Kraft (*1986 in München, lebt und arbeitet in Stuttgart)

 

 

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