GUILLAUME BARTH

SCHAUFENSTER JUNGE KUNST - Elina

06.10.-27.01.2019

Elina, 2015, Fotografie der Skulptur in Salzwasser, 300 cm Durchmesser, Bolivien, Foto: Guillaume Barth Galerie Stadt Sindelfingen

An einem Ort, an dem es keine Lebewesen zu geben scheint, zwischen Himmel und Erde, schwebt ein weißer Planet mitten im Nirgendwo. Das Projekt Elina wurde 2015 in der größten Salzwüste der Erde, der Salar de Uyuni, auf dem Territorium der Aymara in Bolivien realisiert. Der Bildhauer Guillaume Barth gestaltet die Kuppel aus Salzblöcken, dem einzigen vorhandenen Material an diesem Ort. Nachdem durch das traditionelle Ritual der einheimischen Bevölkerung der Regen einsetzt, entsteht eine reflektierende Wasseroberfläche. Durch das erscheinende Spiegelbild wir die Halbkugel in einen vollkommenen, vermeintlich schwebenden Planeten verwandelt. Elina ist jedoch vergänglich. Der Regen der den Planeten hervorgebracht hat wird diesen letztendlich auch wieder zersetzen.

Die Salzwüste ist ein lebensfeindlicher Ort der für das zukünftige Leben der Menschen jedoch elementar sein wird, denn unter der Salzkruste der Salar de Uyuni befindet sich das vermutlich größte Lithium-Vorkommen der Erde. Dieses chemische Element findet vor allem in elektronischen Geräten wie Laptops, Smartphones und E-Mobilen Verwendung. Wenn mit der Lithium-Gewinnung die Industrialisierung in diesem Gebiet einsetzt, wird die einzigartige Landschaft nicht mehr dieselbe sein.

Guillaume Barth (*1985 in Colmar, Frankreich) studierte an der Ecole supérieure des Arts Décoratifs / Haute école des arts du Rhin in Straßburg. 2015 erhielt er den Théophile Schuler Preis, 2016 nahm er am 61. Salon de Montrouge teil und war Gastkünstler bei der Kunststiftung Baden-Württemberg. Im darauffolgenden Jahr erhielt Barth den Preis der Bullukian Stiftung.

Mir freundlicher Unterstützung der Helmut Fischer Stiftung.

Der Ausstellungskatalog erscheint in Kooperation mit dem Institut français Stuttgart.

Als Teil der Französischen Wochen findet am 25.10.2018 um 18.30 Uhr ein Künstlergespräch und eine Katalogpräsentation mit Guillaume Barth, François Klein und Madeleine Frey statt.

 

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